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Plogging – Gesundheit und Umwelt etwas Gutes tun

30. April 2018 2 Minuten Lesezeit

Von Schweden aus erobert der neue Trend „Plogging“ langsam die ganze Welt. Auf Social Media Kanälen tauchen immer mehr Bilder von Joggern mit Müllbeutel in der Hand auf. Falls du Dich auch schon gefragt hast, was hinter diesem neuen Trend steckt, informieren wir Dich darüber in diesem Blogbeitrag

 Mit „plogging“ lassen sich Sport und Umweltengagement ganz einfach verbinden. Der Begriff setzt sich aus dem schwedischen Wort „plocka“, was so viel bedeutet wie „sammeln bzw. aufheben“ und „jogging“ zusammen. Was genau hinter diesem schwedischen Trend steckt und wie es funktioniert, erklären wir Dir in diesem Blogbeitrag.

In Schweden fing der Plogging-Trend an

Der Ursprung der Idee liegt in der schwedischen Hauptstadt Stockholm. Auch wenn die Stadt sehr gut organisiert ist, liegt noch viel Müll auf den Straßenrändern und in den Parks herum. Erik Ahlström, ein Umweltaktivist, gilt als der Erfinder des neuen Sporttrends. Der herumliegende Müll störte ihn und seine Freunde beim Joggen, weshalb sie eines Tages begannen, diesen einfach während des Laufes aufzusammeln. Mit Fotos von den vollen Müllbeuteln und einem passenden Hashtag, war der neue Trend geboren. Mittlerweile findet man Plogger in immer mehr Ländern. Viele Gruppen, Influencer und Einzelläufer posten Bilder von ihren vollen Mülltüten, auf sozialen Plattformen. Ein Triathlon-Team aus Costa Rica beispielsweise, die Plogging in ihr Trainingslager integrierten, will nun öfter gemeinsam am Strand ploggen. Denn die Aktion war erfolgreich und hat allen Beteiligten auch noch Spaß gemacht. Unter den gesammelten Gegenständen befinden sich, unter anderem, immer wieder Plastik- und Glasflaschen, sowie Verpackungsmaterial, sehr viel Zigarettenstummel und sogar Autoreifen. Viele dieser Materialien brauchen mehrere hundert Jahre um zu zerfallen. Ohne die Plogger würden sie also im Jahr 2500 noch am Straßenrand liegen.


Auf die Beutel, fertig, joggen - ploggen!

Die Idee ist eigentlich recht simpel. Statt wie die meisten von uns einfach am herumliegenden Müll vorbei zu laufen, bewaffnen sich die Plogger, bevor es los geht, einfach mit Müllsäcken und idealerwiese mit Handschuhen. Wenn man beim Joggen Müll entdeckt, geht man in die Knie, um diesen aufzusammeln und läuft weiter bis die Müllbeutel voll sind. Anschließend soll man den Müll entsprechend entsorgen. Das wiederholte Knien und Aufheben führt nebenbei auch noch zu einem zusätzlichen Trainingseffekt, da weitere Muskelpartien angesprochen werden. In manchen Großstädten liegt leider so viel Müll herum, dass man eigentlich schon nach zwei Minuten einen vollen Beutel hätte. Deshalb haben sich einige Plogger-Teams dazu entschieden, sich auf bestimmten Müll zu konzentrieren. Beispielsweise nur Plastik, nur Dosen, nur Papier etc. Dadurch kann der Müll auch noch optimaler entsorgt werden.

Plogging in deutschen Städten

In Deutschland ist der Trend zwar bisher noch relativ unbekannt, aber Großstädte wie Nürnberg und Bonn gehen mit gutem Beispiel voran. In Bonn soll jeden ersten Montag des Monats, eine große Gruppe von Läufern ploggen. Ein lokales Unternehmen spendet danach für jeden vollen Beutel 1€ an den bunten Kreis. Der „Bunte Kreis Rheinland“ arbeitet mit schwer und chronisch kranken Kindern, sowie deren Angehörigen, in sechs Regionen um Bonn. Um die Aktion noch erfolgreicher zu machen, sollen mehr Unternehmen für derartige Kooperationen gefunden werden. Mehr Plogger sind natürlich auch jederzeit willkommen sich anzuschließen.

Innovationen Rund um den Plogging-Trend

Der neue Trend setzt auch Anreize zur Innovation. Beispielsweise wird an einem Gürtel gearbeitet, der an die Bedürfnisse der Plogger angepasst ist. Der sogenannte „Plogging-Gürtel“ hat einen integrierten Müllbeutel, sodass man die Hände frei zum Sammeln und Bewegen hat. Außerdem können die Nutzer der schwedischen App „Lifesum“ neuerdings ihre Routen planen und die Müllbilanz tracken, denn der Trend wurde dort als Fitnessaktivität aufgenommen.


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